Digital Employer Branding – So gehts richtig

Das Internet ist heutzutage ein stetiger, präsenter Begleiter – egal ob im Privat- oder im Geschäftsleben. Auch Unternehmen entkommen diesem Trend der digitalen Sichtbarkeit nicht mehr. In Bezug auf unser heutiges Thema werden vor allem die Personalabteilungen von Unternehmen starke Veränderungen spüren.

Neben klassischen Stellenanzeigen in Zeitungen oder im Radio sind die neuen, digitalen Medien für die Suche und Anwerbung neuer Mitarbeiter:innen in den Vordergrund gerückt. Mittlerweile werden neue Stellen fast ausschließlich über digitale Wege neu besetzt. Die eigene Arbeitgebermarke soll durch Digital Employer Branding einen höheren Wert erreichen.

Doch was genau bedeutet Digital Employer Branding und wie kannst du diese Marketingform für dein Unternehmen zielgerichtet nutzen? Das alles und weitere interessante Informationen rund um das Thema Digital Employer Branding erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist Digital Employer Branding?

Um den Begriff „Digital Employer Branding“ definieren zu können, solltest du zuerst wissen, was Employer Branding bedeutet.

„Employer Branding ist eine unternehmens-strategische Maßnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing – insbesondere der Markenbildung – angewandt werden, um ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzuheben.“ (Quelle: Wikipedia)

Digital Employer Branding beschreibt demnach eine Marketingstrategie, mit der sich Firmen im Internet – insbesondere auf der eigenen Website, in Jobportalen und in den sozialen Medien – als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und sich positiv von Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt abheben.

Ziele & Grundsätze des digitalen Employer Brandings

Übergeordnetes Ziel des digitalen Employer Brandings ist es, die Ergiebigkeit der Personalrekrutierung sowie die Qualität der Bewerber:innen zu steigern. Auch bestehende Arbeitnehmer werden durch diese Marketingmaßnahme langfristig an den Arbeitgeber gebunden.

Um digitales Employer Branding nachhaltig in die Unternehmensstruktur zu integrieren, muss zuvor abgewägt werden, welche neuen Möglichkeiten das World Wide Web für die Personalrekrutierung bietet und welche davon besonders effizient für das eigene Unternehmen sind. Die folgenden drei Grundsätze sollten dabei berücksichtigt werden:

  • Das Unternehmen gibt die strategische Richtung vor, das Personalmarketing sowie die Art und Weise des Recruitings orientieren sich daran
  • Die passenden Onlineplattformen und Kanäle müssen gewählt und anschließend gezielt eingesetzt und mit Content gefüllt werden
  • Die Onlinepräsenz des Unternehmens sollte übergreifend angepasst und modernisiert werden

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3 Schritte zum erfolgreichen Employer Branding

Digitales Employer Branding ist ein Prozess, der kontinuierlich geprüft und ggf. optimiert werden sollte. Um jedoch erstmal damit zu beginnen, solltest du folgende drei Schritte berücksichtigen:

Schritt 1: Arbeitgebermarke bilden

Im ersten Schritt geht es darum, das Unternehmen richtig zu positionieren und damit eine Arbeitgebermarke zu bilden. Gib deiner Zielgruppe, in diesem Fall also deinen Mitarbeiter:innen und potenziellen Bewerber:innen ein Arbeitgeberversprechen, dass du einhalten kannst. Dieses Versprechen kann auch Inhalt des Firmennamens, Logos oder Claims sein. So wie zum Beispiel beim thüringischen Bauträger „Krieger + Schramm“. Hier ist der Claim des Unternehmens Programm: „Das Beste. Aus Leidenschaft.“

Schritt 2: Recruitingprozess gestalten

Das Thema Nutzerfreundlichkeit spielt auch im digitalen Employer Branding eine entscheidende Rolle. Achte daher darauf, dass deine Website und alle anderen digitalen Touchpoints nutzerfreundlich gestaltet sind. Wichtige Kriterien sind hierbei vor allem die mobile Optimierung und die Einfachheit. Niemand möchte am Handy erst fünf Minuten scrollen müssen, um die notwendigen Informationen zu finden.

Schritt 3: Kanäle einrichten und pflegen

Nicht nur die Entscheidung darüber, welche Kanäle für das digitale Employer Branding genutzt werden soll, ist entscheidend. Darüber hinaus sollten die gewählten Kanäle dann auch regelmäßig mit unterhaltsamem und interessantem Content gepflegt werden.

4 Ideen, um digitales Employer Branding für dein Unternehmen zu nutzen

Die Möglichkeiten, um digitales Employer Branding für dein Unternehmen zu nutzen, sind vielfältig und abwechslungsreich. Konzentriere dich zu Beginn erstmal auf 1-2 Möglichkeiten und gehe diese aber wirklich konsequent an.

Mitarbeiter:innen vorstellen

Hast du schonmal was vom Team Tuesday oder Mitarbeiter Mittwoch gehört? Beides sind Bezeichnungen für Tage, an denen Mitarbeiter:innen von Unternehmen auf deren Social-Media-Kanälen vorgestellt werden. Um sich von der Masse abzuheben, kann die Vorstellung der Mitarbeiter:innen durch ein besonderes Hobby oder ein das Lieblingsbuch des Mitarbeiters ergänzt werden.

Firmenevents organisieren

Firmenevents gibt es sicher in fast jedem Unternehmen – mindestens das obligatorische Weihnachtsessen. Wenn du jedoch mit digitalem Employer Branding auffallen willst, musst du dir mehr einfallen lassen: Wie wäre es mit einer Fahrradtour von Niederlassung A zu Niederlassung B oder einem sportlichen Event über mehrere Etappen: erst eine kleine Kanutour, zwei Wochen später eine Wanderung und als krönenden Abschluss geht es in die größte Boulderhalle Deutschlands. Firmenevents sind eine super Möglichkeit, um den Teamgeist zu stärken. Warum dann nicht gleich auch marketingtechnisch davon profitieren und die gemeinsame Zeit über die Social-Media-Kanäle nach außen tragen?

Firmenblog einrichten

Wenn es im Unternehmen ein paar kreative und schreibbegeisterte Köpfe gibt, könnte ein eigener Firmenblog genau das richtige für dein Unternehmen sein. Auf dem Blog der Unternehmenswebsite können Artikel zu verschiedenen Beiträgen veröffentlicht werden: Berichte über aktuelle Projekte, Vorstellung neuer Mitarbeiter, Berichte über Events und Kundenerfolge. Auf dem eigenen Blog sind keine Grenzen gesetzt.

Aktive Social-Media-Nutzung

Wir alle sind täglich in den sozialen Medien unterwegs. Wenn dein Unternehmen sich dort also noch nicht aktiv präsentiert, verschenkst du womöglich Potenzial. Eine Möglichkeit diesen Kanal zu füllen sind Mitarbeitervorstellungen (siehe Punkt 1 der hier vorgestellten Ideen). Darüber hinaus kannst du aber noch viel mehr zeigen. Vor allem behind-the-scenes Einblicke, also Einblicke in die tägliche Arbeit des Unternehmens kommen erfahrungsgemäß gut beim virtuellen Publikum an.

Fazit

Eine starke Arbeitgebermarke zu schaffen, trägt maßgeblich dazu bei, ein positives Unternehmensimage aufzubauen und wirkt sich somit auf den Unternehmenserfolg aus. Wer Ressourcen in die Bildung einer Arbeitgebermarke steckt, spart sich zudem häufig auch Recruiting-Kosten, weil potenzielle Bewerber:innen einfacher und schneller auf das Unternehmen aufmerksam werden.

Kanäle, Werkzeuge und Möglichkeiten, um digitales Employer Branding in das Unternehmen zu integrieren, gibt es viele. Letztlich ist eine durchdachte Strategie das entscheidende Erfolgskriterium. Denn der Aufbau einer einzigartigen Arbeitgebermarke ist ein langfristiger Prozess, der aufeinander abgestimmte Maßnahmen erfordert.

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